Felicitas Hollmig







*1974


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Wo Fuchs und Hase
Wo Fuchs und Hase

15 Jahre nachdem ich das Dorf meiner Eltern und Kindheit verlassen habe, entdecke ich dort nachts die Einsamkeit und Verlassenheit, wie in einem David-Lynch-Film.
Kein Geräusch, keine Menschen, keine Autos,
– keine Angst!

Die Gegend zwischen Hannover, Wolfsburg und Braunschweig: nicht reich, nicht arm und für ihre Nüchternheit bekannt: mein deutscher Albtraum. Mich fasziniert die Stille und Ordnung und die scheinbar vereinbarte Distanz. Auf der anderen Seite beklemmt mich die (kulturelle) Kahlheit, Ängstlichkeit. Ich frage mich, inwieweit diese Umgebung und die Menschen, die dort leben, Einfluss auf mich hatten. Oft musste ich meine nächtlichen Ausflüge abbrechen, weil mich eine unbestimmte Angst befiel, die selbst im Bett bei abgeschlossener Haustür noch anhielt.
 
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